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Bayerische Einzelmeisterschaften 2010
Erlangen, 01. Mai 2010
Marina Cervenka und Laura Zapf holen Bayerische Titel nach Erlangen
Das große Teilnehmerfeld bei den Bayerischen Meisterschaften im Trampolinturnen am 1. Mai in der Emmy-Noether-Sporthalle brachte Freudentränen, aber auch viele Enttäuschungen. An der Halle kann es nicht gelegen haben, dass gerade in der Bundesherrenklasse 1/3 der Übungen vorzeitig beendet werden mussten. Eine tolle Unterstützung erfuhr Erlangen durch die Hilfen bei der Ausrichtung. Mit Dagmar Melchert, Claudia Milde und der Familie Böslau mit allen Helfern, stand ein Team bereit, welches an alles dachte und der Veranstaltung zu diesem schönen Erlebnis verhalf. Bei den Damen dafür war die Freude riesengroß, als Marina Cervenka vom TV 1848 Erlangen nach ihrem sauberen Vortrag der Finalkür als Bayerische Meisterin gefeiert werden konnte. Dabei war es für die im Abitur stehende Schülerin gar nicht so leicht ihre Leistung abzurufen, denn ihre Ansprüche für einen guten Schulabschluss haben derzeit Priorität und da muss das Training öfter einmal ausfallen. Mit Routine meisterte Marina aber auch diese Hürde erfolgreich. Auf Rang zwei folgte Theresa Lorenz ( TSV TB München), die in der Bundesliga für den TVE an den Start geht. Theresa ist von der Jugendklasse in die Erwachsenenklasse aufgestiegen und knüpfte nach einem halben Jahr Verletzungspause an ihre Leistung des Frühjahrs 2009 an. Mit ihren Punktzahlen 25,10 und 30,90/9,1 schaffte sie sogar auf Anhieb die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft der Damen. Gratulation! Platz drei für Verena Böslau ( TV Jahn Nürnberg-Schweinau). Julia Schmökel (TVE) rutschte durch Abbruch der Vorkampfkür auf Rang vier. Sally Hövener hatte ihren ersten Start in der Erwachsenenklasse zurückgezogen.
Bei den Herren rechnete jeder mit dem Gewinn des Lokalmatadors Christopher Schüpferling vom TVE, Korbinian Hauck (TSV TB München), der auch in der Bundesliga für den TVE am Start ist und Kai Böslau von Jahn Nürnberg wollten ihm das Feld aber nicht so ohne weiteres überlassen. Nach dem Pflichtdurchgang (1.) war für Chrissi die Welt noch in Ordnung. Die beste Vorkampfkür sah das Publikum aber von Robert Grund ( SC Arcadia München), gefolgt von Korbinian Hauck, bei ihm wurden allerdings nur neun Sprünge angerechnet. Punktgleich beendeten Chrissi und der aus der Jugend kommende Jonas Hazur ( TVE) ihre Übung, wobei für Chrissi nach Abbruch nur acht Sprünge zählten. Nach dem Zwischenstand der beiden Übungen aus dem Vorkampf führte Korbinian Hauck vor Chrissi und Kai Böslau. Auf vier folgte Jonas Hazur. Das "pokern" "soll ich mit einer leichteren Schwierigkeit auf Sieg springen", begann. Den Abbrüchen von den acht und sieben Platzierten folgten "Zitterübungen" der Folgenden. Eine sehr gelungene Übung von Jonas brachte ihm 30 Punkte mit der geforderten DM Schwierigkeit von 8,9. Gekonnt fing Chrissi seinen Vortrag an. Er wollte mit einer reduzierten Schwierigkeit den Sieg. Völlig unverständlich kam dann aber nach dem fünften Sprung das Aus auf der Abdeckung. Hier sei erwähnt, dass Chrissi wohl die Grundausbildung bei der Spofö in den Gliedern steckt und er sicher seine "geschundenen Glieder" erst einmal wieder sammeln muss. Schwierige Übungsteile zeigte dann Kai Böslau etwas verwackelt, doch es waren zehn geforderte Sprünge, die ihm 30,90/ 11,8 Punkte einbrachten. Korbinian Hauck wollte nun eigentlich mit einer Sicherheitsübung zum Sieg turnen, entschied sich aber auf dem Trampolin seine volle Leistung zu zeigen. Leider kam der Abbruch nach dem siebenten Sprung. Sieg für Kai Böslau 85,30 mit Schwierigkeiten von 12,0 und 11,8. Punktgleichheit ( 82,10) für Jonas Hazur und Korbinian Hauck, doch Korbi hatte im Finale die schlechtere Ausführung und wurde auf drei gesetzt. Der Bayerische Vizemeister der Bundesherrenklasse heißt Jonas Hazur. 3. Korbi , 6. Christopher Schüpferling.
In den Bundesklassen der Jugend siegten Felix Pfeiffer ( Munich Airriders)und Helen Fischer ( TSV TB München). Die Favoriten strauchelten. Die Bundesschülerklasse der Mädchen war ein Augenschmaus für alle Anwesenden in der Halle. Bei den Jungen erturnte sich Elias Sinz (TV Immenstadt) den Titel und mit der Punktzahl auch die DM Quali. Bei den Mädchen zeigten die Jüngsten ( Jahrgang 1999) den Älteren, wie man Nerven im Zaun halten kann. Sie, die bei Deutschen noch gar nicht an den Start gehen dürfen, turnen geforderte Pflichten mit schon sehr guten Ausführungen. Den Mindestschwierigkeitsgrad ( 4,9 ) überspringen sie schon einmal um 6/10 im Vorkampf. Im Finale dann aber legen sie noch eine "Schippe" drauf und erhöhen die Schwierigkeit mal eben auf 7,8! Und das dann auch noch mit guter Ausführung.
Siegerin Aileen Rösler ( Munich Airriders) 84,10 vor Carmen Schneider (TSV Friedberg ) 82,90 . Dritte Janine Lüders ( TSV Friedberg) 73,40. Aileen und Carmen haben die geforderten Qualipunktzahlen aus Pflicht und Vorkampfkür ( für 12-jährige 49,2/ 4,9) weit überschritten. ( VK 54,6 und 53,7) Alle drei trainieren im Leistungszentrum München.
In den Landesklassen - hier liegen die Anforderungen der Pflichtübungen auf deutschem Mannschaftsniveau , tasten sich die Sportler an höhere Ziele heran. Von der Schüler- in die Jugendklasse der Mädchen stieg Laura Zapf ein. Sie überraschte nicht nur mit ihrer persönlichen Gesamtpunktzahl von 78,80 und 4 Punkten Vorsprung zur Zweitplatzierten, sondern mit ihrem neuen Schwierigkeitsgrad von 6,1. Ihr fehlt zum Start bei Deutschen die geforderte Pflicht M 9 und mit einer etwas besseren Ausführung und etwas mehr Trainingsbiss kann sie weiter nach oben gelangen. In Bayern aber ist sie mit ihrer Leistung die Beste. In der jüngsten Klasse bis 14 Jahre startete bei den Buben Simon Kreiner (15.), mit Abbruch der Pflicht. Mädchen: Leonie Kreiner ( 12.) ist mit ihren zehn Jahren die Zweitjüngste im Feld und arbeitet an ihrem Kürvortrag von 3,4 in der Ausführung. Ebenso Alina Krugmann (13.), die mit neun Jahren die Jüngste Starterin an diesem Tag war. 19. Selina Fuchs, 24. Svenja Schönfelder ( beide turnen schon eine Übung mit 3,8 Schwierigkeit)
In vielen Vitrinen reihen sich von diesem Wettkampf die gesponserte Pokale und Sachpreise ein, die die Aktiven dankbar entgegen nahmen.
F.Th.
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